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Stiftung Warentest gibt Tipps zum Spritsparen
30th January 2009
In der neuesten Finanztest (2/2009) geht es unter anderem um das sparsame Autofahren. Natürlich darf unter diesem Titel auch das Autogas nicht fehlen.
Die Serie “Energie sparen” vergleicht Autogas, Benzin und Dieselgetriebene Fahrzeuge.
“Tanken für die Hälfte“, verspricht die Werbung für Autogas. Für sich genommen stimmt das in Zeiten hoher Benzinpreise auch. Autogas, auch bekannt als LPG (Liquified Petroleum Gas) kostete im Jahr 2008 im Schnitt 72 Cent pro Liter. Wahrscheinlich bleibt Gas auch in Zukunft so günstig. Autogas soll wie Erdgas bis 2018 steuerlich begünstigt werden. Der „halbe Preis“ täuscht trotzdem. Da der Heizwert von Autogas geringer ist, benötigt ein Auto mehr davon. Zudem kostet die Umrüstung auf Autogas einige Tausend Euro und die Reichweite im Gasbetrieb fällt bei manchen Fabrikaten spärlich aus. Dennoch können Fahrer auf lange Sicht damit sparen.
Später heißt es dort: Als Faustregel gilt: Bei Spritfressern lohnt die Umrüstung am ehesten – und der Wagen sollte möglichst neu sein. Der Artikel liefert nicht gerade neue Informationen, sollte aber hier erwähnt werden. Schließlich ist die Stiftung Warentest als objektiver Beobachter anerkannt.
Audi Q5 ohne Autogas
20th January 2009
Leider, leider ist dieses schöne Auto nicht serienmäßig mit einer Autogasanlage ausgestattet. Aber weil der Audi Q5 ein wirklich gelungener SVU ist und mir persönlich die LED Leuchtdioden besonders gefallen, möchte ich auf das nigelnagelneue GEWINNSPIEL hinweisen, das Audi zur Einführung des Q5 anbietet.
Abwrackprämie (2) mit Stichtagen
19th January 2009
Aufgrund aktueller Ereignisse noch ein Nachtrag zum Artikel über die neue Abwrackprämie: Nach den Ergebnissen der gestrigen Hessenwahl und der Stärkung der FDP war vereinzelt zu lesen, dass die Abwrackprämie (bzw. Verschrottungsprämie) nun doch nicht kommen soll.
Zwar haben die Liberalen ihren Widerstand gegen das Konjunkturpaket II und die Abwrackprämie bereits angekündigt und wollen es im Bundesrat evtl. scheitern lassen. Durch die neue Mehrheit ist die FDP dazu in der Lage. Wie Regierungssprecher Wilhelm jedoch mitteilte, ist der Teil des Konjunkturpakets II zur Abwrackprämie nicht zustimmungspflichtig. Es muss also nicht durch den Bundesrat und kann dort logischerweise auch nicht blockiert werden.
Noch zur Geltung: Die Abwrackprämie gilt seit Mittwoch, oder einfacher ausgedrückt, hier die relevanten Stichtage:
Das alte Fahrzeug, für das die Abwrackprämie beantragt wird, muss
Vor dem 14. Januar 2000 erstmalig zugelassen worden sein
und
bei Beantragung der Prämie mindestens ein Jahr auf den Halter zugelassen sein
und
zwischen dem 14. Januar 2009 (also ab letztem Mittwoch) und dem 31. Dezember 2009 entsorgt worden sein bzw. entsorgt werden.
(Achtung: Bei letzterem bin ich überfragt, ob dieser Stichtag für den Kauf des Neuwagens oder die Entsorgung des Altwagens oder für beides gelten soll. Darüber wird erst Klarheit herrschen, wenn der Gesetzestext bekannt ist).
Nachtrag:
FDP-Chef Guido Westerwelle gestern (19.01.08) in den Tagesthemen: Können Abwrackprämie nur kritisieren, aber nicht mehr verhindern.
Also kein Grund zu unnötiger Hetze!
Wie der TÜV SÜD in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist der Umstieg auf Autogas im letzten Jahr deutlich populärer geworden als in 2007. Wurden 2007 in den TÜV SÜD Servicecentern in Bayern, Baden-Würtemberg und Sachsen 5.058 nachgerüstete LPG-PKW begutachtet, konnte dieser Wert in 2008 bereits im ersten Halbjahr erreicht werden.
Im zweiten Halbjahr 2008 hatte sich – trotz leichter Entspannung bei den Benzinpreisen – der Trend zur Umrüstung weiter verstärkt und sich auf 11.542 mehr als verdoppelt: „Angesichts der Entwicklung könnte man fast von einem Boom sprechen, wenngleich sich die Zuwachsraten auf einem absolut gesehen kleinen Markt abspielen“, unterstreicht Johann Meyer vom TÜV SUED.
Aufgrund hoher Benzinpreise und der sich verschärfenden Schadstoffdiskussion setzen die Autofahrer zunehmend auf Autogas als clevere und kostengünstige Alternative: „Eine Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen“, unterstreicht TÜV SÜD-Experte Johann Meyer.
Durch die Größe des TÜV SÜD kann man durchaus Rückschlüsse auf die Gesamtzulassung an autogasbetriebenen PKW ziehen, wobei Neufahrzeuge hier nicht berücksichtigt wurden. Der Trend zum Autogas scheint also ungebrochen zu sein.
Heute sind in Washington die Obama-Festspiele angesagt. Barak Obama wird als neuer amerikanischer Präsident vereidigt. Er wird das größte Konkunkturprogramm starten, dass die USA bisher erlebt haben.
Wie wird sich Obama zur amerikanischen Automobilindustrie positionieren? General Motors hat gerade das schlechteste Verkausjahr seit über zwei Jahrzehnten bekannt gegeben. Kann ein neuer Präsident hier Wunder bewirken?
Wir werden Barak Obamas Politik in nächster Zeit genau verfolgen, denn diese wird auch direkte Auswirkungen auf die deutsche Automobilindustrie haben. Stärkere Auswirkungen, als etwa die Verschrottungsprämie der deutschen Bundesregierung, von der im Jahr 2009 hauptsächlich Billighersteller profitieren werden.
Für die Intellektuellen noch schnell ein Literaturhinweis zu Omaba:
Hier noch ein paar Internet-Informationen zu Obama:
Wikipedia zu Barak Obama – ein sehr umfangreicher Artikel mit über 100 !!! Fußnoten!
Die offizielle Seite von Barak Obama
Und der Vollständigkeit halber die Abschiedsrede von Präsident George W. Bush (englisch)
Let’s get ready for OBAMANIA, folks.
Automobilindustrie 2009
18th January 2009
Wie werden sich Abrackprämie und die Neuregelung der KFZ-Steuer auf den Automobilabsatz in Deutschland auswirken? Und wird die deutsche Automobilindustrie davon überhaupt profitieren?
Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen und einer der angesehensten Experten in Deutschland, rechnet mit maximal 100.000 zusätzlichen Autos, die aufgrund der Prämie 2009 gekauft werden. Nachzulesen auf SPIEGEL online.
Dort wird VDA-Präsident Matthias Wissmann mit einer optimistischeren Prognose zitiert: Er geht von 100.000 bis 300.000 zusätzlichen Zulassungen aus.
Zwei Punkte sind zu beachten:
Die deutsche Automobilindustrie ist sehr exportlastig. Etwa 65 Prozent der in Deutschland produzierten Fahrzeuge werden exportiert. Somit wird nur ein Drittel in Deutschland abgesetzt und die Maßnahmen der Bundesregierung werden nur dazu beitragen können, letzteren Absatzmarkt zu stabilisieren. Die Nachfrage auf den Auslandsmärkten hängt von der Wirkung der dortigen Konjunkturpakete beziehungsweise der dortigen konjunkturellen Lage ab.
Zum Zweiten wird sich die Abwrackprämie hauptsächlich bei de PKW der unteren Preisklassen bemerkbar machen. Hier sind die deutschen Hersteller unterrepräsentiert.
Beispiel: Gehen wir davon aus, dass wir ein 10 Jahre altes Fahrzeug Volkswagen Golf verkaufen möchten. Der realisierbare Verkaufspreis hierfür wird nach meiner schnellen Internetrecherche bei einfacher Ausstattungsvariante, Benzinmotor mit niedriger PS-Zahl und einer Laufleistung von 150.000 km etwa 3000 Euro betragen. Somit liegt der Wert hier über der Abwrackprämie, d.h. der Besitzer wird den Wagen regulär verkaufen oder weiter benutzen. Wenn der Wagen zwei, drei Jahre älter wäre, würde sich die Abwrackprämie dagegen rentieren. Eine Verschrottung ist üblicherweise kostenfrei.
Der Golf ist das typische Mittelklassenauto in Deutschland. Bei Fahrzeugen, die vom Niveau darunter liegen, kann demnach eine Abwrackprämie an sich schon einen Gewinn erwirtschaften, wenn das Fahrzeug die geforderte Altergrenze genau erfüllt, also vor dem 14. Januar 2004 erstmals zugelassen wurde. Wenn man weiterhin unterstellt (ohne dass ich das hier genau nachweisen werde), dass in Deutschland zwar Fahrzeuge in nennenswerter Zahl zugelassen sind, die 10 bis 15 Jahre alt sind, darüber hinaus aber kaum noch ältere Fahrzeuge betrieben werden, wird deutlich: Die Abwrackprämie wird ihre Wirkung insbesonders bei Kleinwagen entfalten.
Als nächster Schritt ist zu bedenken, welches Klientel Fahrzeuge dieser Art betreibt. Sicherlich nicht die “Reichen und Schönen”, sondern Menschen, bei denen es auf jeden Euro ankommt. Wenn diese im Idealfall ein Auto, das praktisch wertlos ist (weniger als 300 Euro, diesen Preis bekommt man evtl. noch von Bastlern, die das Auto ausschlachten), entsorgen, machen sie einen Gewinn von hier 2500 Euro minus 300 Euro = 2200 Euro. Diesen Betrag muss man dann in Relation zu den Kosten für einen Neu- oder Jahreswagen setzen: Je niedriger dessen Preis ist, um so höher beteiligt sich der Staat am Kauf des neuen PKW. Vermutlich wird der Zielpreis hier bei 10.000 Euro und weniger liegen – und in diesem Segment sind deutsche Hersteller sehr schwach aufgestellt.
Ergebnis:
Profitieren werden also die Hersteller von Fahrzeugen, die als Neuwagen oder Jahreswagen möglichst günstig erhältlich sind. Bei diesen entfaltet die Abwrackprämie ihre größte Wirkung. Zu denken ist hier insbesondere an Chevrolet, Lada, Dacia und südkoreanische Hersteller.
Abwrackprämie gilt seit Mittwoch
16th January 2009
Ein Anteil von 1,5 Milliarden Euro ist im Konjunkturprogramm 2 für die sogenannte Umweltprämie (im Volksmund auch Abwrackprämie genannt) vorgesehen. Nach dem Beschluss der Bundesregierung können private Autohalter eine Umweltprämie von 2500 Euro beantragen, wenn Sie ein mindestens 9 Jahre altes Fahrzeug verschrotten und einen Neuwagen oder Jahreswagen kaufen, der die Euro4-Norm erfüllt. Das Fahrzeug muss mindestens ein Jahr auf den Besitzer zugelassen sein. Diese Regelung gilt ab dem Regierungsbeschluss (d.h. ab Mittwoch, 14. Januar 2009) und soll am 31.12.2009 auslaufen.
Mit diesem Teil des Konjunkturprogramms soll jedoch weniger der Umwelt, als vielmehr der deutschen Automobilindustrie geholfen werden. So wird der entsprechende Regierungsbeschluss in der Auflistung der Maßnahmen auf der Internetseite der Bundesregierung auch treffender als Stärkung PKW – Nachfrage bezeichnet. Hier finden Sie sämtliche Koalitionsbeschlüsse zum Konjunkturprogramm II.
Wikipedia liefert weitere Informationen zur Euro4-Norm. Anhand der Werte können Sie überprüfen, ob Ihr Fahrzeug die Norm erfüllt.
Ein weiterer Regierungsbeschluss ist interessant: Die Kfz-Steuer soll ab Juli 2009 endlich emissionsbezogen berechnet werden – ein Projekt, dass seit vielen Jahren auf der Tagesordnung stand und nie umgesetzt wurde. Für Altfahrzeuge ist nach Angaben der Bundesregierung eine schrittweise CO2-Besteuerung ab 2013 vorgesehen. Zusammen mit der Abwrackprämie wird hier nach dem Prinzip “Zuckerbrot und Peitsche” auf eine Reduzierung des Altwagenbestands hingearbeit.
Ob mit diesen Maßnahmen der deutschen Automobilindustrie tatsächlich geholfen werden kann, die sich in einer massiven Krise befindet, wird zu beobachten sein.
Aktualisierung: Beachten Sie auch den neueren Beitrag zur Abwrackprämie der Bundesregierung sowie die Tipps für den Antrag Abwrackprämie.