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Mercedes ML 450 Blue Hybrid kommt
25th February 2009
Ende des Jahres wird Mercedes den ML 450 Blue Hybrid einführen, einen Öku-SUV. Das Fahrzeug wird vorerst nur in den USA angeboten, doch da das Antriebskonzept interessant klingt, soll der ML 450 Blue Hybrid hier kurz vorgestellt werden.
Der Geländewagen verfügt über einen 279 PS starken V6-Benzinmotor, was an sich ja nichts besonderes ist. Das Besondere ist das sogenannte Two-Mode-Modul: Damit gemeint sind zwei Elektromotoren, die im Getriebe sitzen. Sie leisten zusammen immerhin 61 PS, die zur Leistung des Benzinmotors addiert werden können. Aber auch ein reiner Elektrobetrieb ist möglich, dann können aber maximal Distanzen von drei Kilometern zurückgelegt werden, und das auch nur mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h.
Da SUVs ja bekannterweise kaum im Gelände, dafür aber um so mehr Städten eingesetzt werden, ist ein kleiner Elektroantrieb in vielen Situationen ausreichend, etwa wenn man mal wieder vor der Ampel wartet und nur langsam vorankommt. Der Benzinmotor ist natürlich schnell dazugeschaltet, wenn es schnell vorwärts gehen muss.
Ein weiterer Pluspunkt: Beim Bremsen wird die kinetische Ernergie in elektrische umgewandelt. So kann man nicht nur Sprit sparen, sondern auch seine Bremsbeläge schonen.
Fazit: Auch wenn der ML 450 nur in den USA eingeführt werden soll, so jedenfalls die Informationen von Auto, Motor und Sport, so ist er doch ein interessanter Ansatz. Doch letztendlich wäre es sinnvoller, das Fahrzeug kleiner zu dimenionieren und dann einen brauchbareren Elektroantrieb einzusetzen, der auch für alle (zumindest städtischen) Situation ausreichen müsste. Das ist bei einem 2,5 Tonnen-PKW beim derzeitigen Stand der Technik wohl noch etwas schwierig. Aber immerhin: Ein Anfang ist gemacht! Und Erfahrungen mit Elektoautos kann Mercedes so allemal sammeln.
Nachtrag: Auf SPIEGEL online gibt es einen interessanten Artikel zu vergleichbaren Projekten von Volkswagen und Porsche. Die Hybrid-SUVs kommen!
Saab ist insolvent – Zusammenschluss mit Opel keine Option
20th February 2009
Der traditionsreiche schwedische Automobilhersteller Saab hat einen Insolvenzantrag gestellt. Die zum amerikanischen General-Motors Konzern gehörende Tochter will die Produktion aber vorerst fortsetzen. Die Zukunft der amerikanischen Muttergesellschaft ist unterdessen alles andere als sicher.
Wie kfz-betrieb.de unter Berufung auf Herstellerkreise berichtet, sei ein Zusammenschluss mit Opel, über den in den Medien spekuliert wird, für Opel keine Option.
Auch ein Zusammenschluss von Saab und Opel wäre, wenn dieser neue Konzern ohne GM operieren müsste, wohl nicht zukunftsfähig, da zu klein. Saab beschäftigt gerade einmal 4000 Mitarbeiter, Opel hat in Deutschland knapp 29000 Mitarbeiter.
Unterdessen berichtet SPIEGEL online, dass die staatliche Bürgschaft für Opel, über die rege diskutiert wird, in ihrer jetzigen Form bei weitem nicht ausreiche.
Danach beziffert die Bundesregierung den Liquiditätsbedarf des Konzerns aktuell mit rund 3,3 Milliarden Euro. Bislang war von Bürgschaften im Umfang von 1,8 Milliarden Euro die Rede.
Das Jahr 2008 war schon turbulent für die Automobilindustrie, 2009 wird das aber nochmals toppen. Es bleibt abzuwarten, ob noch ein Traditionsunternehmen unter die Räder kommt.
Der Gesetzentwurf zur Reform der Kfz-Steuer, die am 1.Juli 2009 in Kraft treten soll, konnte sich im Bundesrat nicht durchsetzen. Eine Mehrheit stimmte für die Anrufung des Vermittlungsausschusses, wo dann versucht werden wird, dass der Bund den Ländern mehr Mittel zur Verfügung stellt.
Die Kfz-Steuer kam bisher den Ländern zugute, nach der Kfz-Steuerreform würde es sich um eine Bundesangelegenheit handeln. Es geht also ums Geld. Genauer gesagt um 205 MIllionen Euro, die die Länder zusätzlich vom Bund bekommen möchten, jährlich. Im Gesetz sind in seiner bisherigen Form Ausgleichzahlungen von 8,84 Milliarden Euro vorgesehen. Da erscheinen gut 200 Millionen obendrauf noch machbar.
Bis zum Juli ist ja noch ein bisschen Zeit, vermutlich dürfte die Kfz-Steuerreform also planmäßig umgesetzt werden.
Probleme mit Abwrackprämien-Formular
17th February 2009
Laut einem Bericht von SPIEGEL online sind bisher bereits über 60.000 Anträge auf die Abwrackprämie beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen. Viele Antragsteller könnten jedoch aufgrund fehlender Belege leer ausgehen.
Besonders häufig fehlen demnach die dem dreiseitigen Formular beizulegenden Dokumente. Unter anderem müssen abwrackwillige Autofahrer die Verschrottung des Altautos und den Kauf eines Neuwagens nachweisen.
Wie hoch der Anteil falscher Anträge genau ist, ist unklar, in etwa vier Wochen sollen erste Statistiken vorliegen. Bislang sind rund 60.700 Anträge auf die Abwrackprämie eingegangen. Bei der Bafa war am Montagmorgen telefonisch zunächst niemand zu erreichen.
Hier noch einmal der Hinweis auf unsere Tipps für den Antrag für die Verschrottungsprämie.
Wie bereits prognostiziert, werden von der Abwrackprämie hauptsächlich die Hersteller sehr günstiger PKW profitieren. Ein deutsches Modell, dass man gerade noch in diese Kategorie einsortieren kann, ist der Opel Corsa. Und tatsächlich: Die Nachfrage nach dem Opel Corsa nimmt zu! So stark, dass Opel die Produktion in seinem Werk Eisenach hochfahren möchte. Dort soll die Kurzarbeit für die ersten drei Märzwochen ausgesetzt werden, so SPIEGEL online.
Abwrackprämie wird nachgebessert
12th February 2009
Die gerade eingeführte Abwrackprämie soll schon nachgebessert werden, berichtet das ZDF. Viele Autokäufer hatten Angst um ihre Abwrackprämie, die erst bei der Neuzulassung des PKW eingefordert werden kann. Da die Lieferzeiten für Neuwagen sich deutlich verlängert hatten, wäre somit die Abwrackprämien-Frist bei Käufen Ende des Jahres möglicherweise überschritten worden.
Wie SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte, soll für die Frist jetzt nicht mehr der Tag der Zulassung, sondern der Tag des Kaufvertrags gelten. Somit kann die Abwrackprämie auch für Autos beantragt werden, die erst 2010 zugelassen werden – wenn der Kaufvertrag noch in 2009 geschlossen wurde.
Das ZDF berichtet zudem in den heutigen Frühnachrichten, dass Autohändler deutlich geringere Rabatte beim Kauf eines Neuwagens gewähren. Wären vor Einführung der Abwrackprämie noch bis zu 30 Prozent möglich gewesen, hätte sich dieser Wert auf einen einstellige Prozentbereiche reduziert.
LPG-Autogas-Jahr 2009?
11th February 2009
Das neue Jahr könnte ein LPG-Autogas-Jahr werden. 2009 wird allgemein geprägt sein von der Unsicherheit der Konsumenten über die wirtschaftliche Lage. Was macht ein Verbraucher, wenn er unsicher ist? Er versucht seine Einnahmen zu erhöhen (was meist nicht mögich sein wird) und seine Ausgaben zu reduzieren. Bei letzterem ist der PKW natürlich ein beachtlicher Kostenfaktor. Hier kann man ansetzen, und hier wird man ansetzen!
Die Hilferufe der deutschen Automobilindustrie, die ab Mitte 2008 immer lauter wurden, haben es jedem deutlich gemacht: Die Autokäufer sind zurückhaltend geworden, und wenn, dann kaufen sie lieber günstige Fahrzeuge, sowohl in den Anschaffungskosten, als auch in den laufenden Kosten (da insbesondere Verbrauch von Kraftstoffen). Und damit kommen wir zum Theme LPG-Autogas.
Wer sich etwas mit dem Thema beschäftigt hat, der weiss, dass ein PKW, der serienmäßig mit LPG-Autogas ausgestattet ist oder der nachgerüstet wurde, schon bei jährlich mittleren Fahrstrecken eine Investition ist, die sich rechnet. Deshalb konnten die Umrüster in 2008 ein sehr erfolgreiches Jahr beobachten, und 2009 wird nicht schlechter werden.
Jedermann hat sicherlich bemerkt, dass immer mehr KFZ-Werkstätten mit der Umrüstung zu LPG-Autogas werben. So versuchen sie in den schwierigen Zeiten besser “über die Runden” zu kommen, was ja absolut legitim ist. Doch vor der Umrüstung sollte man sich genau überlegen, welcher Werkstatt man eine solche Aufgabe anvertraut. Je erfahrener der Betrieb, um so besser. Idealerweise ist der Autogas-Umrüster ausschließlich oder überwiegend in der Umrüstung tätig und kann Referenzen über viele Modelle vorweisen, die er bereits umgerüstet hat. Ist ihr PKW dabei: Prima. Gleich mehrmals, vielleicht sogar einmal im Monat? Perfekt!
Nochmal zum LPG-Autogas-Jahr: Die Abwrackprämie der Bundesregierung hat ja bereits etwas Dynamik in den Markt gebracht. Die alten Autos, die jetzt ersetzt werden, wurden von Menschen gefahren, die jeden Euro zweimal umdrehen (müssen). Da diese jetzt ein neues oder nahezu neues Fahrzeug anschaffen, sind sie potentielle Autogas-Fahrer und werden sich zu einem übderdurchschnittlichen Prozentsatz ein Fahrzeug mit Autogas serienmäßig zulegen bzw. das neu erworbene Fahrzeug umrüsten lassen. Denn die Umrüstung eines 10 + Jahre alten PKW hätte natürlich auch keinen Sinn gemacht, von Ausnahmen abgesehen. Das von den durch die Abwrackprämie subventionierten Neukäufen aber kaum deutsche Hersteller profitieren werden, ist auch klar. Hier werden sich vor allem Lada, Dacia und Co. freuen.
Kfz-Steuer-Reform: Kleinwagen profitieren
9th February 2009
Am 1. Juli 2009 treten die neuen Regelungen der Kfz-Steuer in Kraft. Insbesonders die Besitzer verbrauchsarmer Kleinwagen dürfen sich freuen, denn Kleinwagen profitieren am stärksten. Der ADAC hat in einer kleinen Tabelle die Top-10 in den Kategorien Diesel und Benziner zusammengefasst.
Für den Chevrolet Matiz 0,8 S muss man beispielsweise ab Juli nur noch 16 Euro im Jahr bezahlen, zur Zeit sind es noch satte 54 Euro. Auch Besitzer eines Smart fortwo 45 kw dürfen sich auf die neuen Sätze freuen, denn mit 20 Euro jährlich liegt die Steuer um 47 Euro unter der bisherigen. Beide Fahrzeuge stoßen weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer aus und werden daher ausschließlich über den – kleinen – Hubraum zur Steuer herangezogen.
Beim VW Golf 2,0 TDI DPF können immerhin gut 100 Euro im Jahr gespart werden: Der Steuersatz für den Golf fällt von 308 auf 206 Euro.