In NRW und Niedersachsen wird 24 Stunden geblitzt!

Es ist wieder soweit! Heute,  am 8. April, findet in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die diesjährige 24-Stunden-Kontrolle gegen rasende Verkehrsteilnehmer statt. An Tausenden Kontrollpunkten werden die Polizeiangestellten die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorgaben überwachen. In NRW werden an ungefähr 5100 Orten Verkehrssünder gejagt und in Niedersachsen werden gegen 900 Polizeibeamten an 425 Kontrollstellen verteilt arbeiten. Der Gepflogenheit entsprechend, haben Niedersachsen und NRW die genauen Kontrollstellen im Voraus angekündigt.

Wenn eine gut gemeinte Kampagne auf Kritik stoßt…

Der durchschnittliche deutsche Fahrer wundert sich wahrscheinlich, inwieweit eine derartige Aktion plausibel ist. Für viele bedeutet der Blitz-Marathon nichts mehr als reine Vergeudung von Ressourcen und Geldmitteln. Und das alles in Zeiten, wenn der Staat am meisten auf die Nachhaltigkeit achten muss. Außerdem würden potentielle Raser nach dem Ende dieser beschleunigten Offensive wieder genau so rücksichtslos fahren wie zuvor.

Wenn wir jedoch die Ergebnisse einer Master-Arbeit des Instituts für Straßenwesen der RWTH Aachen für wahr halten, dann ergibt die Initiative immer noch einen Sinn. Die Befunde dieser Studie, deren Thema ein vergangener Blitz-Marathon war, wurden bei einer Pressekonferenz in Köln vorgestellt. Sie zeigen, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit in der nachfolgenden Woche an allen kontrollierten Standorten geringer war. Die Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße wurde an vier Standorten in Köln und Leverkusen jeweils eine Woche vor und nach der Blitz-Aktion gemessen.

Trotzdem gibt Dirk Kemper vom Institut für Straßenwesen in Aachen zu, dass die genauere Erforschung der Effekte einen längeren Zeitraum erfordert, zudem an Orten, an denen während der Aktion nicht geblitzt wird. Nur auf diese Weise könne festgestellt werden, ob die Autofahrer wirklich vernünftiger geworden sind.

Bürger machen mit

Die Anwohner von NRW durften im Vorhinein mitentscheiden, an welchen Stellen Geschwindigkeitskontrollen ausgeübt werden sollen. Zu diesem Zweck veröffentlichte der Polizeidienst des Landes eine Liste mit möglichen Standpunkten, für die jeder Autofahrer online und telefonisch abstimmen konnte.

Hier noch ein Link zu unserem Artikel zum letzten großen Blitzermarathon im Oktober 2013.

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