Wie viele Autogas-PKW gibt es in Deutschland?
24th September 2010
Eine Frage, die sicherlich jeden Autogas-Fan interessieren dürfte: Wie viele Autogas-PKW gibt es eigentlich in Deutschland? Und wie haben sich die Zahlen der zugelassenen Autogas-PKW in den letzten Jahren verändert?
Eine Statistik des DVFG hilft hier weiter. Demnach waren im August 2010 insgesamt 400.000 Autogas-KFZ in Deutschland zugelassen. Der Jahreswert für 2009 (möglicherweise das Jahresmittel???) betrug noch 390.000 PKW. In den Vorjahren hatte es ein wesentlich stärkeres Wachstum gegeben. Von gerade einmal 30.000 Autogas-PKW, die es im Jahr 2004 gab, auf stolze 65.000 und 125.00 in den Jahren 2005 und 2006. Ganze 200.000 PKW, die mit Autogas angetrieben werden, zählte man im Folgejahr, und 2008 waren es bereits 300.000.
Die Wachstumsdelle 2009 auf 2010, also 390.000 PKW auf 400.000, lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass in den Vorjahren ein Jahresmittelwert genommen wurde, der sich nun einmal nicht mit einem Monatswert vergleichen lässt. Sicherlich wird aber auch die Abwrackprämie eine nicht zu unterschätzende Wirkung gehabt haben, die tendenziell den Kauf von günstigen PKW (also ohne Autogasanlage) gefördert haben könnte.
Die Zahlen sind sehr beeindruckend, und es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Autogas-PKW in Deutschland weiter ansteigen wird, denn Autogas hat sich in den verganenen fünf Jahren von einem Exoten zu einem akzeptierten Treibstoff entwickelt.
April mit weniger Neuzulassungen
7th May 2010
Die Zahl der neu zugelassenen PKW ist im April merklich eingebrochen. Die sonst übliche “Frühjahrsbelebung” blieb weitgehend aus. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mitteilte, wurden im April 2010 259.414 Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Rückgang von 31,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (mit dem Sondereffekt Verschrottungsprämie) entspricht. Aber auch gegenüber 2008 sind dies 18,4 Prozent weniger Neuzulassungen.
Besonders drastisch ist der Rückgang bei Herstellern kleinerer PKW: Volkswagen minus 23,95 Prozent gegenüber dem April 2009, Opel gar minus 54,73 Prozent. Fiat minus 66,51 Prozent Rückgang, Mitsubishi sogar minus 59,34 Prozent.
Bei den Premiumanbietern BMW und Mercedes wurden im April 2010 sogar mehr Fahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahresmonat (+7,11 bzw plus 4,34 Prozent).
Interessant ist, dass der Marktanteil deutscher PKW-Marken gegenüber 2009 wieder zugenommen hat und in etwa dem Niveau von 2008 entspricht: April 2010: 65,14 Prozent, April 2009: 57,66 Prozent, April 2008: 66,59 Prozent: Ein weiteres Anzeichen, dass von der umstrittenen Verschrottungsprämie hauptsächlich nichtdeutsche Hersteller profitieren konnten.
Nutzfahrzeuge: Erste positive Signale
8th March 2010
Wie der VDA (Verband der Automobilindutrie) in einer Pressemitteilung mitteilte, hat der Nutzfahrzeug-Inlandsmarkt im Februar den Boden erreicht. Auch die Auslandsmärkte fassen langsam wieder Fuß.
Der Nutzfahrzeugmarkt in Deutschland habe im Februar 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar um insgesamt 3 Prozent auf 16.400 Einheiten nachgegeben. Allerdings setzten die Bestellungen aus dem Inland in dieser Klasse ihre Aufwärtsentwicklung mit 19 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat weiter fort.
Dazu VDA-Präsident Matthias Wissmann: “Seit Oktober 2009 legen die Orders inländischer Kunden wieder zu. Zwar ist das Niveau noch immer sehr gering, die Richtungsänderung erweist sich aber als stabil.”
Auch der Trend im Ausland macht Hoffnung auf eine Besserung. Insgesamt wurden im Februar 17.950 Nutzfahrzeuge ausgeführt (+58 Prozent). Dies ist der erste Exportzuwachs seit September 2008!
Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben im Februar 2010 zum vierten Mal in Folge zugelegt. Mit insgesamt 71 Prozent Orderplus nähert sich das Bestellvolumen langsam dem mittelfristigen Durchschnitt an. Wissmann unterstrich: “Es ist noch ein weiter Weg zurück zu den Stückzahlen, die wir vor der Krise hatten. Aber der Anfang ist gemacht.”
Die Produktion in den deutschen Werken wurde vor dem Hintergrund steigender Exporte und einer allmählichen Stabilisierung des Inlandsmarktes um 47 Prozent gesteigert. Während die Fertigung von Transportern sich nahezu verdoppelt hat, gab die Produktion schwerer Fahrzeuge erneut leicht nach.
Quelle: VDA
Nach der Verschrottungsprämie – Rabattschlacht wie nie zuvor
9th October 2009
Wie das Magazin auto motor und sport berichtet, sind derzeit beim Kauf eines Neuwagens erhebliche Rabatte möglich. Je nach Hersteller und Modell variieren diese jedoch deutlich.
Wie eine Stichprobe von auto motor und sport ergab, kann der Kunde mit aktuellen Nachlässen von durchschnittlich 21 Prozent rechnen. Bei den Herstellern, die am meisten von der Verschrottungsprämie (bzw. Abwrackprämie oder Umweltprämie) profitiert habe, fallen die Rabatte am geringsten aus. Dies sind etwa die Kleinwagenhersteller Subaru und Suzuki, die Nachlässe von 12 Prozent einräumen.
Auch VW konnte in etwas geringerem Maße von der stattlichen Subventionsmaßnahme profitieren – und kann es sich erlauben, im Schnitt nur 13-prozentige Rabatte zu gewähren. Anders sieht es dagegen bei Ford aus, die mit Nachlässen von 28 und 29 Prozent deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Ein wichtiger Faktor ist auch das gewählte Modell. Wer sich für eine Mercedes B-Klasse interessiert, sollte sich beispielsweise mit einem Preisnachlass von 9 Prozent zufrieden geben, bei der C-Klasse sind nach der Untersuchung jedoch 21 Prozent Rabatt möglich.
Die höchsten Rabatte gewährt derzeit Opel für das auslaufende Modell Astra – hier sind sage und schreibe 42 Prozent Rabatt möglich. Anders jedoch beim jüngsten Erfolgmodell der Rüsselsheimer, dem Opel Insignia – hier muss man sich mit einem Rabatt von 18 Prozent begnügen.
Insgesamt also sehr gute Zeiten für Autokäufer – auch ohne Verschrottungsprämie. Für die Zukunft sind sinkende Auftragseingänge zu erwarten, erklärt der Gelsenkirchener Ökonom Ferdinand Dudenhöffer laut Spiegel online. “Im Frühjahr werden wir eine wahre Rabattschlacht im deutschen Automarkt erleben.”
Vergütung der Automanager
4th September 2009
Die deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) hat in einer aktuellen Studie die Vergütung von Vorständen von DAX-Unternehmen miteinander verglichen. Darunter befinden sich auch einige Automanager.
Die FAZ hat eine Liste veröffentlicht, die sich auf diese DSW-Studie stützt. Demnach erhielt der Vorstandsvorsitzende eines Dax-Konzerns 2008 im Durchschnitt eine Vergütung von 2,28 Millionen Euro. Spitzenverdiener war Peter Löscher, der CEO von Siemens – er brachte es auf stplze 9,84 Millionen.
Bestbezahlter Automanager war auf Platz vier des Dax-Rankings der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Martin Winterkorn. er durfte sich für 2008 über 6,14 Millionen Euro freuen.
Mercedes-Mann Dieter Zetsche erhielt 5,04 Millionen und belegte somit Platz 6 – nicht gerade wenig für ein Unternehmen, das sich in solch großen Schwierigkeiten wie die Daimler AG befindet. Dort gibt derzeit lediglich die Unternehmenseinheit Mercedes Bank Anlass zur Freude.
Man sollte aber bedenken, dass die Zahlen für 2008 gelten, als die große Krise zumindest in den Anfangsmonaten noch nicht erkennbar war. Für 2009 könnte das Bild ganz anders aussehen. Wobei Volkswagen im Moment ja gar nicht so schlecht dasteht…
Auch die Nicht-CEOs können sich über eine hohe Vergütung freuen:
Betrachtet man nicht nur die Vorsitzenden, sondern alle Vorstandsmitglieder, betrugen 2008 die Durchschnittsbezüge im Dax nach den Berechnungen der Aktionärsschützer 2,28 Millionen Euro – 21 Prozent weniger als im Vorjahr.
berichtet die FAZ weiter.
Neue Studie zur Entwicklung der Automobilindustrie
6th February 2009
Die Deutsche Bank Research, ein Think Tank der Deutschen Bank, hat eine Studie zur Entwicklung der internationalen Automobilindustrie veröffentlicht.
“Die globale Automobilindustrie befindet sich in einer tiefen Rezession”, stellen die beiden Autoren Eric Heymann und Meta Zähres gleich zu Beginn fest.
(…) Parallel dazu zeichnet sich eine technologische Zeitenwende in der Automobilwirtschaft ab. Nach mehr als 100-jähriger Dominanz des klassischen Verbrennungsmotors erfolgt der Einstieg in eine umfassende Elektrifizierung des Autoverkehrs. Auch alternative Kraftstoffe gewinnen an Bedeutung. Klimapolitik und die Erwartung mittelfristig wieder steigender Energiepreise sind die wesentlichen Treiber. (S.1)
Das Hauptproblem besteht laut Studie in den immer noch hohen Kosten der alternativen Antriebsformen.
Es wird auch auf unterschiedliche politische Strategien eingeganden, die eine Absenkung der CO2-Ausstösse herbeiführen sollen. So gilt in Spanien und Frankreich seit Januar 2008 ein Bonus/Malus-Stystem, das umweltfreundliche Fahrzeuge finanziell belohnt (mit bis zu 5000 Euro) und solche mit einem hohen CO2-Ausstoss abstraft. Dies habe zu einer deutlichen Zunahme beim Verkauf solch günstiger PKW geführt.
Auch wenn Autogas/LPG laut Studie nicht die nachhaltigste Lösungsmöglichkeit ist, wird hier ein bedeutendes Potential gesehen, zumindest mittelfristig.
Unterm Strich dürften in der EU in den nächsten Jahren Gasfahrzeuge größeren Zuspruch erfahren als Voll-Hybrid-Autos. (S.14)
Die Studie kommt zu folgendem durchaus positiven Fazit:
Die aktuelle Rezession in der globalen Automobilwirtschaft bietet innovativen Unternehmen auch Chancen. Autoherstellern und Zulieferern, denen es gelingt, trotz der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen energieeffiziente Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, die zudem die Kundenbedürfnisse bezüglich Preis, Design, Komfort, Sicherheit, Fahrdynamik usw. erfüllen, werden in den nächsten Jahren ohne Zweifel zu den Gewinnern in der Branche zählen.
Hier kann die Studie Automobilindustrie am Beginn einer Zeitwende kostenlos als PDF heruntergeladen werden.
Krise bedeutet ja im eigentlichen Sinne “Chance”. Die Verwerfungen am Automobilmarkt dürften der Übergangstechnologie Autogas vielleicht nicht zum vollkommenen Durchbruch verhelfen, für viele PKW-Fahrer wird diese Variante aber attraktiver. Und je stärker die Nachfrage nach Autogasanlagen wächst, um so günstiger werden die Umrüstungskosten, die ja nach wie vor ein Hemmnis darstellen.
TÜV SÜD: Autogasumrüstung 2008 verdoppelt
19th January 2009
Wie der TÜV SÜD in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist der Umstieg auf Autogas im letzten Jahr deutlich populärer geworden als in 2007. Wurden 2007 in den TÜV SÜD Servicecentern in Bayern, Baden-Würtemberg und Sachsen 5.058 nachgerüstete LPG-PKW begutachtet, konnte dieser Wert in 2008 bereits im ersten Halbjahr erreicht werden.
Im zweiten Halbjahr 2008 hatte sich – trotz leichter Entspannung bei den Benzinpreisen – der Trend zur Umrüstung weiter verstärkt und sich auf 11.542 mehr als verdoppelt: „Angesichts der Entwicklung könnte man fast von einem Boom sprechen, wenngleich sich die Zuwachsraten auf einem absolut gesehen kleinen Markt abspielen“, unterstreicht Johann Meyer vom TÜV SUED.
Aufgrund hoher Benzinpreise und der sich verschärfenden Schadstoffdiskussion setzen die Autofahrer zunehmend auf Autogas als clevere und kostengünstige Alternative: „Eine Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen“, unterstreicht TÜV SÜD-Experte Johann Meyer.
Durch die Größe des TÜV SÜD kann man durchaus Rückschlüsse auf die Gesamtzulassung an autogasbetriebenen PKW ziehen, wobei Neufahrzeuge hier nicht berücksichtigt wurden. Der Trend zum Autogas scheint also ungebrochen zu sein.
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