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Rückrufaktion bei Toyota, Peugeot und Citroen
1st February 2010
Das Image des vermeintlich erfolgreichsten Automobilherstellers der Welt ist kräftig ins Wanken geraten. Aufgrund technischer Probleme mit den Gaspedalen diverser Modelle, die in den letzte Jahren produziert wurden, musste die japanische Automarke Toyota erst in den USA und jetzt auch in Europa eine umfangreiche Rückrufaktion ausrufen – und so etwas ist für die Reputaton äußerst schädlich.
Insbesondere dann, wenn man den Modellen des Herstellers wie in diesem Fall in der Vergangenheit eine ausgezeichnete Verarbeitung unterstellen konnte. Auch in den diversen Rankings von TüV & Co. oder auf Vergleichsseiten wie Autotest schnitten die Corollas und Rav4s von Toyota vorbildlich ab.
Der japanische Autohersteller muss nun europaweit 1,8 Millionen Fahrzeuge wegen des Defekts zurückgerufen, betroffen sind die Modelle Yaris, Corolla, RAV4, Aygo, iQ, Auris, Verso und Avensis. Was war plötzlich passiert?
Derzeit viel interviewte Automobilexperten weisen unter anderem auf das Wachstum hin, das Toyota in seiner jüngsten Vergangenheit erlebt hat und das die Marke zum weltweit größten Volumenhersteller machte. Hierbei wurden möglicherweise die hohen Qualitätsstandarts nicht mehr so genau eingehalten wie in der Vergangenheit.
Durch massive Neueinstellungen und den Aufbau weiterer Werke könnte auch die Qualifikation des Produktionspersonals abgenommen haben. Ein andere Grund könnte darin liegen, dass auch Toyota mit immer mehr Modelle auf den Markt gekommen ist – wodurch die Verkaufszahlen der einzelnen Fahrzeugvarianten geringer werden und dadurch tendenziell an der Entwicklung, insbesondere an den eigenen Tests, gespart werden muss. Letzteres ist in der Vergangenheit übrigens auch bei Mercedes Benz erkennbar gewesen.
Doch ist damit die Erfolgsgeschichte von Toyota beendet? Wohl kaum, denn qualitativ sind die PKW immer noch ganz oben anzusiedeln, auch wenn es nun erste Kratzer im Toyota-Lack gibt. Doch man soll auch nicht vergessen, dass die Firma mit dem Toyota Prius das weltweit erfolgreichste Hybrid-Modell in seinem Portfolio hat und hier noch enormes Wachstumspotential vorhanden sein wird.
Und noch eine aktuelle Nachricht zum Gaspedal-Problem: Heute wurde bekannt, dass auch der Peugeot 107 und der Citroen C1 von einer Rückrufaktion betroffen sind. Knapp 10 000 PKW der beiden Kleinstwagenmodelle aus dem Bauzeitraum Anfang 2005 bis Sommer 2009, der mit dem Toyota Aygo baugleich ist und im selben Werk in Tschechien produziert wird, werden in die deutsche Werkstätten zurückgerufen.
Nach der Verschrottungsprämie – Rabattschlacht wie nie zuvor
9th October 2009
Wie das Magazin auto motor und sport berichtet, sind derzeit beim Kauf eines Neuwagens erhebliche Rabatte möglich. Je nach Hersteller und Modell variieren diese jedoch deutlich.
Wie eine Stichprobe von auto motor und sport ergab, kann der Kunde mit aktuellen Nachlässen von durchschnittlich 21 Prozent rechnen. Bei den Herstellern, die am meisten von der Verschrottungsprämie (bzw. Abwrackprämie oder Umweltprämie) profitiert habe, fallen die Rabatte am geringsten aus. Dies sind etwa die Kleinwagenhersteller Subaru und Suzuki, die Nachlässe von 12 Prozent einräumen.
Auch VW konnte in etwas geringerem Maße von der stattlichen Subventionsmaßnahme profitieren – und kann es sich erlauben, im Schnitt nur 13-prozentige Rabatte zu gewähren. Anders sieht es dagegen bei Ford aus, die mit Nachlässen von 28 und 29 Prozent deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Ein wichtiger Faktor ist auch das gewählte Modell. Wer sich für eine Mercedes B-Klasse interessiert, sollte sich beispielsweise mit einem Preisnachlass von 9 Prozent zufrieden geben, bei der C-Klasse sind nach der Untersuchung jedoch 21 Prozent Rabatt möglich.
Die höchsten Rabatte gewährt derzeit Opel für das auslaufende Modell Astra – hier sind sage und schreibe 42 Prozent Rabatt möglich. Anders jedoch beim jüngsten Erfolgmodell der Rüsselsheimer, dem Opel Insignia – hier muss man sich mit einem Rabatt von 18 Prozent begnügen.
Insgesamt also sehr gute Zeiten für Autokäufer – auch ohne Verschrottungsprämie. Für die Zukunft sind sinkende Auftragseingänge zu erwarten, erklärt der Gelsenkirchener Ökonom Ferdinand Dudenhöffer laut Spiegel online. “Im Frühjahr werden wir eine wahre Rabattschlacht im deutschen Automarkt erleben.”