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Autogasverband: Benzinkosten erreichen neue Rekordhöhen

Spritkosten rauf, Spritkosten runter: Noch nie mussten sich Deutschlands Autofahrer auf so viele Preisschwankungen einstellen wie im Jahr 2010. 166 Tage mit Senkungen sowie 196 Tage mit Erhöhungen gab es laut Anbieter Aral im Jahresverlauf. Manchmal wechselte die Preisanzeige der Tankstellen gleich mehrmals an einem Tag. Was allerdings zunächst wie ein ständiges Auf und Ab aussieht, hatte letztlich den eindeutigen Trend nach oben: Mit einem Jahresdurchschnitt von 1,405 Euro pro Liter Super erreichte der Benzinpreis nach Angaben des ADAC 2010 einen neuen Rekordwert. Und der teuerste Monat war mit 1,469 Euro der Dezember.

Benzin: 1,50-Euro-Marke überschritten

Im Januar 2011 wurde dann die 1,50-Euro-Marke überschritten und auch die weiteren Aussichten bieten keinen Anlass zur Entwarnung. Denn die flächendeckende Einführung der E10-Kraftstoffe mit erhöhtem Bioethanol-Anteil sowie aktuelle Ankündigungen der OPEC-Staaten lassen weitere Preisanstiege befürchten. Weder von der Entwicklung der Rohölpreise noch vom Dollar/Euro-Kurs sind derzeit spürbare Entlastungen zu erwarten.
Noch 1995 kostete ein Liter Super umgerechnet 79,30 Cent. Seitdem sind die durchschnittlichen Kraftstoffpreise um rund 86 Prozent in die Höhe geschossen. Zum Vergleich: Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um ca. 24 Prozent. Eine Entwicklung, die eine wachsende Zahl von Autofahrern zur Suche nach Ausweichmöglichkeiten in Sachen Mobilität veranlasst. Da beispielsweise längst nicht jeder Berufspendler zu öffentlichen Verkehrsmitteln wechseln kann, wuchs parallel zum rasanten Anstieg der Benzinpreise die Bedeutung von Kraftstoff-Alternativen. Die meisten Umsteiger entschieden sich dabei für das bewährte und weltweit genutzte Autogas. Diese schadstoffarme Antriebsvariante wird in Deutschland seit 1995 durch ermäßigte Steuersätze gefördert und kann deshalb zu wesentlich niedrigeren Literpreisen getankt werden als Benzin. Voraussetzung ist ein Fahrzeug mit entsprechender Autogas-Ausrüstung, die inzwischen auch in den Neufahrzeugen zahlreicher Hersteller erhältlich ist.

Autogas kostete 2010 weniger als die Hälfte von Super-Benzin

Wie alle Kraftstoffe unterliegt natürlich auch Autogas den Preisschwankungen an den Energiemärkten. Beim Kostenvergleich von Autogas und Benzin sollte man sich jedoch nicht von der Momentaufnahme aktueller Tagespreise irritieren lassen. Die Auswertung längerer Zeiträume spricht eine deutlichere Sprache. So bot sich Autogas im Jahr 2010 mit einem mittleren Preisniveau von 46,6 Prozent des Durchschnittspreises für Super tatsächlich als dauerhaft effektiver Spar-Sprit an. Und im Verlauf der letzten Jahre ist dieser Prozentwert sogar kontinuierlich gesunken. Die Mehrkosten für die Fahrzeug-Sonderausstattung machen sich bei solchen Preisdifferenzen gerade für Vielfahrer oft schon nach ein bis zwei Jahren bezahlt.

Quelle: Deutscher Verband Flüssiggas e.V.

https://www.autogastanken.de/de/service/presse-info.html

Wir meinen: Die Autogasumrüstung wird wieder lohnenswerter!

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Autogasverband reagiert auf negativen Frontal21-Beitrag

Der Deutsche Verband Flüssiggas e.V. (DVFG) hat mit einer sehr deutlichen Pressemitteilung auf den LPG-Bericht des ZDF-Nachrichtenmagazins Frontal21 reagiert. Der TV-Beitrag wurde am 14. April im ZDF gesendet und kritisierte im Besonderen die angeblich schlechte Qualität des in Deutschland erhältlichen Autogases sowie mangelhafte Autogasanlagen.

In der Mitteilung heißt es unter anderem:

Der DVFG weist mit Nachdruck darauf hin, dass das von seinen Mitgliedsunternehmen gelieferte Autogas den definierten Qualitäts-Normen entspricht. Für Autogas-Tankstellen, die nicht diesem Kreis angehören, kann der Verband diese Erklärung natürlich nicht abgeben, erwartet aber, dass auch andere Marktteilnehmer ähnlich sorgfältig auf Qualität achten. Vor allem weist der DVFG auch darauf hin, dass Autofahrer insbesondere bei der nachträglichen Ausrüstung von Fahrzeugen mit Autogasanlagen beim DVFG gelistete oder anderweitig zertifizierte Ausrüstungsbetriebe nutzen sollten. So kann verhindert werden, dass Anlagen eingebaut werden, die nicht den technischen Qualitätsanforderungen entsprechen.

Hier finden Sie die zitierte Presssemitteilung.
Eine Zusammenfassung der Sendung sowie das Manuskript des Frontal21-Beitrages als PDF finden Sie an dieser Stelle.

Im Beitrag werden auch Beispiele einer schlecht eingebauten Autogasanlage gezeigt. In der Tat sind in den letzten Jahren viele Werkstätten auf den lukrativen LPG-Zug aufgesprungen, denn bei der großen Nachfrage nach Umrüstungen ließ und lässt sich noch immer viel Geld verdienen. Hier gilt für den PKW-Besitzer das gleiche wie bei jeder Reperatur: Die Auswahl der Werkstatt ist eine Vertrauenssache.

Tipp: Informieren Sie sich bei mehreren Betrieben über die Erfahrung mit Umrüstungen, und hier insbesondere mit ähnliche PKW-Modellen wie dem, für dessen Umrüstung Sie einen Auftrag erteilen möchten. Dann holen Sie sich zwei, drei Angebote ein und entscheiden nach dem Gesamteindruck, d.h. nicht unbedingt für den billigsten Anbieter.