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Studie

Mobilität muss für deutsche Autofahrer auch in Zukunft bezahlbar bleiben

Deutschlands Autofahrer würden höhere Neuwagenpreise in Kauf nehmen, sofern im Gegenzug mehr Sicherheit, Umweltschutz und Fahrzeugqualität gewährleistet wären. Über die Finanzierung der Infrastruktur für alternative Antriebe herrscht allerdings keine Einigkeit.

Mobilität spielt für den Großteil der Bevölkerung eine bedeutsame Rolle. Dies wird unter anderem deutlich, wenn ein Blick auf Ausgaben geworfen wird, die private Haushalte für ihre Kraftfahrzeuge auf in Kauf nehmen. Laut dem Statistischen Bundesamt wendeten deutsche Haushalte im Jahr 2012 ganze 14,2 Prozent ihres Konsumbudgets für den eigenen Pkw auf. In Anbetracht der Tatsache, dass für Nahrung, Getränke und Tabakwaren nur 13,9 Prozent ausgegeben werden, ist dies ein beeindruckender Wert.

Die Betreiber der Kfz-Börse Autoscout24 wollten herausfinden, wie Kraftfahrer zum Thema Mobilität stehen und welche Ausgaben sie in Kauf nehmen. Es wurde eine Studie durchgeführt, in deren Rahmen 8.800 Kraftfahrer aus ganz Europa befragt wurden. Hierunter befanden sich 1.450 Kraftfahrer aus Deutschland.

Offenheit gegenüber höheren Fahrzeugpreisen

Autoscout Studie 2014
Autoscout Studie 2014

Aus der Befragung geht hervor, dass der Mobilität eine große Bedeutung zugesprochen wird. Allerdings muss diese insbesondere aus Sicht der deutschen Kraftfahrer bezahlbar bleiben. Sie erwarten, dass das Autofahren günstiger als die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bleibt. Eine Bereitschaft zum Umstieg ist jedoch kaum vorhanden. Selbst wenn das Autofahren deutlich teurer wird, würden nur zehn Prozent umsteigen.

Die Bereitschaft, mehr Geld für mehr Leistung zu zahlen, ist jedoch gegeben. Dies ist besonders der Fall, wenn es um das Thema Sicherheit geht. 44 Prozent der Befragten aus Deutschland gaben an, dass sie einen höheren Fahrzeugpreis akzeptieren würden, sofern im Gegenzug mehr Sicherheit geboten wird – zumindest wenn es um die eigene Sicherheit geht. Für eine Erhöhung der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer würden immerhin noch 38 Prozent der Befragten eine Preiserhöhung in Kauf nehmen. Etwas höher liegt die Akzeptanz, wenn Fahrzeuge weniger anfällig für Reparaturen und Wartungsarbeiten wären. Für einen verbesserten Umweltschutz würden außerdem 39 Prozent der Kraftfahrer tiefer in die Tasche greifen.

Ein anderes Bild zeichnet sich ab, wenn ein höherer Fahrzeugpreis auch eine höherwertigere Verarbeitung garantieren würde. Hier liegt die Akzeptanz bei lediglich 21 Prozent – und für zusätzliche Info- und Entertainment Angebote würden sogar nur 16 Prozent der Autofahrer höhere Kfz-Preise akzeptieren. Ähnlich steht es um das Thema Fahrspaß, für das 15 Prozent der Befragten tiefer in die Tasche greifen würden.

Alternative Antriebe bleiben ein strittiges Thema

Zunehmend mehr Kraftfahrer setzen sich mit alternativen Antrieben auseinander. Die Macher der Studie wollten herausfinden, welche Ansichten hinsichtlich der Finanzierung geteilt werden. Viele neue Antriebe können weitläufig nur etabliert werden, wenn zunächst große Investitionen in die Infrastruktur erfolgen.

34 Prozent der Befragten sind der festen Überzeugung, dass die Kosten von denjenigen getragen werden sollen, die alternative Antriebe nutzen. Anderseits vertreten 34 Prozent der Befragten die Meinung, dass die Kosten am besten von der Allgemeinheit getragen und daher mit Steuergeldern abgedeckt werden. Einer ähnlichen Meinung sind weitere 23 Prozent, wobei diese Gruppe sich wünscht, dass ausschließlich Steuergelder mit Kfz-Bezug (z.B. Kfz- oder Mineralölsteuer) zur Finanzierung der Infrastruktur verwendet werden. Lediglich 11 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass Autohersteller und Energieversorger die Investitionskosten tragen.

Für weitere Informationen rund um die Studie geht es hier zur Pressemitteilung von Autoscout24.

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Basics

Spirtpreis-Rekord!

Die Preise für Super-Benzin und Diesel haben einen neuen Rekordstand erreicht. Bei Kosten für Diesel von 1,51 Euro, Super E10 von 1,66 Euro kann dem deutschen Autofahrer die Lust am Gasgeben gründlichv ergehen – und der Sprit wird immer teurer und teurer. Da bietet sich ein Umstieg auf alternative Treibstoffe an – Erdgas (1,03 Euro/kg) und Autogas (82 Cent/Liter) können die Kraftstoffkosten halbieren (Preisangaben nach Autobild „Jetzt ein Erdgas-Auto kaufen oder umrüsten?“ vom 18.04.2014).

Der Ersparnis bei den Treibstoffkosten stehen jedoch nicht unerhebliche Kosten für die Autogas-Umrüstung entgegen. Diese belaufen sich je nach Modell ganz grob geschätzt auf 2000 – 3500 Euro für eine LPG-Umrüstung. Eine Erdgas-Umrüstung ist deutlich teurer und für die meisten Autofahrer uninteressant (wenn das Auto nicht ab Werk mit Erdgas fährt).

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Medien Politik

In NRW und Niedersachsen wird 24 Stunden geblitzt!

Es ist wieder soweit! Heute,  am 8. April, findet in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die diesjährige 24-Stunden-Kontrolle gegen rasende Verkehrsteilnehmer statt. An Tausenden Kontrollpunkten werden die Polizeiangestellten die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorgaben überwachen. In NRW werden an ungefähr 5100 Orten Verkehrssünder gejagt und in Niedersachsen werden gegen 900 Polizeibeamten an 425 Kontrollstellen verteilt arbeiten. Der Gepflogenheit entsprechend, haben Niedersachsen und NRW die genauen Kontrollstellen im Voraus angekündigt.

Wenn eine gut gemeinte Kampagne auf Kritik stoßt…

Der durchschnittliche deutsche Fahrer wundert sich wahrscheinlich, inwieweit eine derartige Aktion plausibel ist. Für viele bedeutet der Blitz-Marathon nichts mehr als reine Vergeudung von Ressourcen und Geldmitteln. Und das alles in Zeiten, wenn der Staat am meisten auf die Nachhaltigkeit achten muss. Außerdem würden potentielle Raser nach dem Ende dieser beschleunigten Offensive wieder genau so rücksichtslos fahren wie zuvor.

Wenn wir jedoch die Ergebnisse einer Master-Arbeit des Instituts für Straßenwesen der RWTH Aachen für wahr halten, dann ergibt die Initiative immer noch einen Sinn. Die Befunde dieser Studie, deren Thema ein vergangener Blitz-Marathon war, wurden bei einer Pressekonferenz in Köln vorgestellt. Sie zeigen, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit in der nachfolgenden Woche an allen kontrollierten Standorten geringer war. Die Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße wurde an vier Standorten in Köln und Leverkusen jeweils eine Woche vor und nach der Blitz-Aktion gemessen.

Trotzdem gibt Dirk Kemper vom Institut für Straßenwesen in Aachen zu, dass die genauere Erforschung der Effekte einen längeren Zeitraum erfordert, zudem an Orten, an denen während der Aktion nicht geblitzt wird. Nur auf diese Weise könne festgestellt werden, ob die Autofahrer wirklich vernünftiger geworden sind.

Bürger machen mit

Die Anwohner von NRW durften im Vorhinein mitentscheiden, an welchen Stellen Geschwindigkeitskontrollen ausgeübt werden sollen. Zu diesem Zweck veröffentlichte der Polizeidienst des Landes eine Liste mit möglichen Standpunkten, für die jeder Autofahrer online und telefonisch abstimmen konnte.

Hier noch ein Link zu unserem Artikel zum letzten großen Blitzermarathon im Oktober 2013.

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Politik

ADAC-Skandal nimmt kein Ende!

Bei der Vergabe des „Gelben Engel“ durch den ADAC wurde wesentlich länger gefälscht, wie gestern bekannt wurde. Sowohl die Reihenfolge der platzierten Modelle als auch die Anzahl der abgegebenen Stimmen seien beim Preis für Automobilhersteller fehlerhaft gewesen, teilte der Automobilclub am Montag in München mit. Dadurch sollten die Ergebnisse interessanter und variationsreicher erscheinen, wohingegen die Wähler – also die teilnehmenden ADAC-Mitglieder – einen etwas einseitigeren Geschmack gehabt hätten. Bis ins Jahr 2009 zurück lassen sich solche Fälschungen nachweisen, für frühere Jahre liegen keine Daten mehr vor.

„Die Ergebnisse lassen vermuten, dass einzelne Personen offenbar bereits seit Jahren bei der Preisverleihung die Hersteller und die Öffentlichkeit systematisch getäuscht haben“, so ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair am vergangenen Montag. Volkswagen, Daimler und BMW werden ihre Preise in den nächsten Tagen zurückgeben. „Durch die nun nachgewiesenen Manipulationen bei der Stimmenauswertung hat der ‚Gelbe Engel‘ des ADAC seine Glaubwürdigkeit verloren“,äußerte sich ein BMW-Sprecher gegenüber der BILD am Sonntag.

Im Zuge des ADAC-Skandals hat der Autoclub bereits seinen Präsidenten verloren. Und immer mehr Mitglieder kehren ihm den Rücken und wechseln zu Wettbewerbern wie dem Autoclub von Deutschland oder dem Autoclub Europa.

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Meinung

Kommt jetzt das Fahrverbot?

Eine neue gesetzliche Eiführung wird zur Zeit von Union und SPD intensiv diskutiert. Es handelt sich um ein Fahrverbot für Kleinkriminelle, das statt einer Freiheits- oder Geldstrafe verhängt wird.

Was bedeutet aktuell ein Fahrverbot?

Das Fahrverbot ist ein Verbot, im Straßenverkehr Kraftfahrzeuge jeder Art zu führen, das zur Zeit laut § 44 des Strafgesetzbuchs nur als eine Nebenstrafe gilt. Das bedeutet, dass es nicht eigenständig, sondern neben einem Bußgeld oder einer Freiheitsstrafe verhängt werden kann. Als Hauptstrafe kann das Fahrverbot auferlegt werden vorausgesetzt, dass die Straftat selbst mit Fahren verbunden ist.

Das Fahrverbot hat eine Dauer von 1 Monat bis zu 3 Monaten und beginnt ab dem genauen Zeitpunkt zu laufen, wenn der Führerschein in amtliche Verwahrung gegeben wird. Falls die Abgabe mit einer Verspätung erfolgt, wird bzw. die Dauer des Verbotes verlängert.

Änderung im Gesetz

Im Laufe der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD wurde es klar, dass Autofahrer, die einen Diebstahl oder eine Körperverletzung begehen, vorübergehend ihre Fahrerlaubnis verlieren könnten. Damit würden also auch Vergehen sanktioniert, die, anders als z.B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung, keinen Bezug zum Führen eines PKW haben. Die rechtspolitische Debatte über eine derartige Regelung läuft schon seit den 90er Jahren. Heute ist sowohl der Deutsche Richterbund, als auch die ganze Öffentlichkeit an der lebhaften Besprechung aktiv beteiligt.

Die künftige Inkraftsetzung des Fahrverbots würde gegen den Grundsatz für Gleichbehandlung verstoßen, behaupten Vertreter des Deutschen Richterbundes. Stefan Caspari von der Großen Strafrechtskommission des DRB kommentiert für „Stuttgarter Zeitung“: „Wenn ein Dieb das Glück hat, eine Fahrerlaubnis zu besitzen, muss er wegen seiner Straftat einen Monat lang sein Auto stehen lassen. Einer, der keinen Führerschein hat, hat diese Chance nicht. Er muss in Haft oder eine Geldstrafe bezahlen“.

Auswirkungen der neuen Regelung

Ein weiterer Nebeneffekt würde sich aus der diskutierten Änderung ergeben. Bislang blieb straflos der Versuch, einer Strafe zu entgehen, weil das dem Menschen von Natur aus zugehörig ist. Beim Führerscheinentzug würde sich das erstmals ändern: Wenn einer trotz des Verbots fährt, würde dadurch eine neue Ordnungswidrigkeit entstehen. Das Fahren ohne Fahrerlaubnis würde zu neuen Rechtsfolgen führen und auf diese Weise eine „Strafbarkeitsspirale“ gestalten.

Die entgegengesetzte Meinung vertreten Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Sie befürworten die Idee von Union und SPD mit dem Argument, dass eine Strafe an erster Stelle für die bestrafte Person spürbar und abschreckend sein muss. Nach der Meinung des GdP-Vorsitzenden Oliver Malchow ist diese Bedingung besonders bei jungen Straftätern nicht immer durch einfache Geldbuße erfüllt, weil das Geld meistens von den Eltern bezahlt wird.

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Studie

Blitzermarathon in Deutschland

Heute, am 10. Oktober 2013, findet in Deutschland der bisher größte Blitzermarathon statt. Darunter versteht man eine gemeinsame Aktion sämtlicher Bundesländer bzw. deren Polizeien: 24 Stunden sollen massiv Geschwindigkeitskontrollen mit Radarfallen durchgeführt werden.

Der Blitzermarathon 2013 stellt insofern einen Rekord auf, als noch nie so viele Geschwindigkeitsüberprüfungen in so kurzer Zeit und mit einem so großen medialen Echo stattfanden.

Welche Arten von Geschwindigkeitskontrollen gibt es?

SPIEGEL ONLINE hat die gängigen Formen der Geschwindigkeitskontrollen hier schön zusammengestellt. Die Radarfalle, die immer noch als Synonym verwendet wird, ist technisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und verschwindet immer mehr aus der Polizeipraxis.Hier die aktuellen Technologien, um Raser zu identifizieren:

Bei Geschwindigkeitskontrollen finden immer öfter sogenannten Einseitensensoren Verwendung. Diese kosten mit 100.000 Euro je Einheit zwar doppelt so viel wie eine herkömmliche Radarfalle, liefern dafür aber zuverlässigere Daten und liefern auch unter schwierigen Bedingungen, z. B. bei einem Fahrbahnwechsel des überwachten Fahrzeugs während der Messung, verwertbare Daten.

Die Lidar-Technik (Light Detection and Ranging) ist eine weitere technische Möglichkeit, eine Geschwindigkeitskontrolle durchzuführen. Die passende deutsche Übersetzung wäre wohl Lichterkennung und -messung, umgangssprachlich wird aber von Laserpistolen gesprochen, denn die Geräte werden im Falle eines mobilen Einsatzes durch einen Polizisten tatsächlich wie eine Pistole gehalten, der das zu überwachende Auto hiermit verfolgt und so die Geschwindigkeit feststellt.

Eine weitere und mitunter sehr teure Möglichkeit, Geschwindigkeitskontrollen zu realisieren, ist die Piezo-Technologie. Hierbei werden Messingstränge mit speziellen Kristallen in die Fahrbahn eingebaut und gemessen, in welchem Zeitabstand ein Verkehrsteilnehmer mehrere solcher Stränge passiert. Das Ergebnis der Messung ist sehr genau, jedoch ist der hohe Kostenaufwand von bis zu einer halben Million Euro je Installation wohl der Hauptgrund, dass diese Technologie in Deutschland nur selten Verwendung findet.

Blitzerwarner als Gegenmaßnahme

Über den Sinn oder Unsinn der Aktion Blitzermarathon 2013 gehen die Meinungen auseinander. Zwar spricht grundsätzlich natürlich nichts dagegen, dass die Einhaltung von Verkehrsvorschriften überprüft wird -denn sonst machen Tempolimits ja auch keinen Sinn. Doch in manchen Regionen kann man heute von einem täglichen Blitzermarathon sprechen, der nicht auf einen einzelnen Tag im Jahr beschränkt ist.

Gerade Berufspendler, die nahezu automatisch hin und wieder zu schnell fahren, leiden hierunter. Im fließenden Verkehr und in der Rush-Hour lassen sich Geschwindigkeitsverstöße realistischerweise nicht vermeiden. Und da gerade Kommunen in den hohen Bußgeldern, die Temposündern aufgebrummt werden können, eine willkommene zusätzliche Einkommensquelle entdeckt haben, macht das Wort von der Blitzerabzocke die Runde. Wen wundert es also, dass Blitzerwarner immer beliebter werden? Diese technischen Geräte, die schon für fünfzig Euro zu kaufen sind, warnen PKW-Fahrer (in der Regel akustisch) vor Blitzer-Anlagen. Da diese an Orten mit einer überdurchschnittlichen Unfallgefahr installiert sein (sollten), tragen Blitzerwarner damit auch zu einer erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr bei.

Der Blitzermarathon wird vielleicht den einen oder anderen Autofahrer ärgern, zumindest die Anbieter von Blitzerwarnern dürften heute jedoch glänzende Geschäfte machen und sich über den Blitzermarathon freuen!

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Studie

Anzahl der Flüssiggas-PKW wächst weiter

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes ist auch im vergangenen Jahr die Anzahl der in Deutschland zugelassenen PKW, die mit Flüssiggas betrieben werden, in 2012 gewachsen – und das überproportional. Die Anzahl der PKW betrug zum Stichtag 1. Januar 2013 insgesamt 43.431.124, was eine Steigerung von 1,2 Prozent gegenüber dem 1. Januar 2012 beträgt. Die Zahl der LPG-PKW nahm jedoch merklich stärker zu.

Autogas wächst überproportional

Nach wie vor sind die meisten deutschen PKW mit Benzin auf den Straßen unterwegs, der Anteil beträgt aktuell 70,9 Prozent. Dieselbetriebene Kraftfahrzeuge machen 27,7 Prozent an der Gesamtflotte aus. Flüssiggas (also Autogas- bzw. LPG-PKW) kommt bereits auf einen Anteil von 1,1 Prozent, was immerhin 494.777 PKW entspricht. Hier nahm die Anzahl der PKW binnen eines Jahres um 8,4 Prozent zu, für dieses Jahr sollte aller Voraussicht nach die halbe Million-Marke an LPG-PKW geknackt werden.

Weit weniger Erdgas-PKW als LPG-PKW

Erdgas-PKW liegen mit 76.284 Fahrzeugen (Anteil 0,2 Prozent) deutlich dahinter, gefolgt von Hybrid mit 64.995 Einheiten und Elektroautos – hier sind gerade einmal 7.114 PKW zugelassen, wobei sich diese Zahl verglichen mit dem Vorjahr um 56,7 Prozent und damit am stärksten erhöht hat.

LPG-PKW führen also nach wie vor noch ein Nischendasein, wobei ihr Marktanteil deutlich wächst. Es sollte bei dieser Statistik bedacht werden, dass auch alte PKW und wenig genutzte Zweit- oder Drittwagen berücksichtigt werden. Würde man eine Untersuchung nur für PKW durchführen, die häufig gefahren werden (z.B. > 25.000 KM p.a.), so würde sich der Marktanteil von LPW-PKW in Deutschland vermutlich ganz anders darstellen. Leider liefert das Kraftfahr-Bundesamt hierzu keine Daten.